Leonhardquartier Ravensburg - mit Tobias Beyrer, Architekt

Aufbauend auf den vorgefunden Strukturen und Gebäudeumgriffen wird das
Quartier stadträumlich durch Abbruch, Ergänzung und Sanierung neu geordnet. Gebäudemerkmale wie Firstrichtung, Dachneigung und Geschossigkeit der Umgebung werden als Anhaltspunkt für die Neubauvolumen aufgegriffen.
Eine Herausforderung stellt die vielbefahrene Leonhardstrasse dar. Durch die
L-förmige Anordnung des Gebäudes entsteht unter Ausnutzung der Topographie ein halb privater, geschützer Innenhof als gemeinschaftlicher Treffpunkt für die Bewohner. Dieser ist zusätzlich über eine Aussentreppe an die Konradinstrasse angebunden.

Auf Strassenniveau befinden sich die Eingänge sowie dieStellplätze und Lagerräume als Reaktion auf die Verkehrsbelastung.
Die vorgeschlagenen Wohnformen mit 8 direkt vom Gartenhof erschlossenen Appartements und 8 weiteren darüber liegenden, über ein Schaltzimmer in der Größe variierbaren Wohnungen, fördern die Quartiersdurchmischung.

Die Konstruktion ist einfach gehalten. Das Haus ist im erdberührten Bereich als
massive Betonkonstruktion ausgeführt, darüber aus massiven Dämmziegeln
gemauert, teilweise verputzt und mit einer strukturierten, an Fachwerk
angelehnten hinterlüfteten Holzfassade verkleidet.